Mehrere junge Menschen am Tisch, die lernen

Bafög reformieren

Hochschul-Sozialwerk Wuppertal fordert Stärkung der Studienfinanzierung

Nur noch 18 Prozent der Studierenden erhalten Bafög. Das ist ein historischer Tiefstand. Die Folge sind verlängerte Studienzeiten. Denn zwei von drei Studentinnen und Studenten müssen jobben, anstatt sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren zu können. Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, fordert von der neuen potentiellen Großen Koalition, dass sie das Bafög wieder zu einem starken Instrument der Studienfinanzierung macht. 

Bis 2016 wurde das Bafög sieben Jahre lang nicht erhöht. Als die Anpassung dann zum Wintersemester 2016 kam, fiel sie zu niedrig aus und erreichte viele Studierende nicht. Sowohl die Bedarfssätze als auch die Elternfreibeträge sind zu niedrig. Dadurch hat das Bafög einen deutlichen Bedeutungsverlust erfahren. Der Koalitionsvertrag von CDU, SPD und CSU beinhaltet nun einen Ausbau und eine deutliche Verbesserung der Leistungen. Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal begrüßt dieses Vorhaben. Dessen Geschäftsführer Fritz Berger erwartet allerdings von einer künftigen neuen Bundesregierung, dass sie das Projekt Bafög-Reform nicht auf die lange Bank schiebt: „Das Bafög muss sobald wie möglich grundlegend verbessert werden und künftig stetig angepasst werden. Stillstand, wie bei der letzten Groko, darf es hier nicht mehr geben.“

Das Hochschul-Sozialwerk Wuppertal fordert grundlegende Verbesserungen beim Bafög.
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